PflegeHELP Austria

Glück, im Unglück!

Am Dienstag, 12.05.2020, mit Verspätung, fuhr wieder der Nachtzug. Mit etwa 40 rumänische Betreuerinnen und Betreuer, ohne Stopp bis Timișoara. Die Heimkehr der Pendlerinnen aus Österreich, vom Wiener Hauptbahnhof nach „Klein Wien”, wie Timișoara früher genannt wurde, war diskret. PflegeHELP – Vertreter sowie ein Journalist der Neuen Zürcher Zeitung waren am Bahnsteig. Die Rumänen waren müde und schleppten ihr Gepäck mit zitternden Händen. Sie hatten genung von Österreich geträumt, hart gearbeitet und wollten alle nur noch schnell nach hause zur Familie. 

So auch auch Frau E.-I. K., 64jährig aus Satu Mare. Es ging ihr nicht gut in Österreich, trotz gutem Kontakt zur alter Frau, für die sie gesorgt hat. Brustenge. Atemschwierigkeiten. War beim Arzt. Musste heim. Freute sich. Dort hatte ihr kranker Mann auf sie gewartet. Doch Frau K. konnte nicht in dem nun so berümten Zug einsteigen. Ihre Fahrkarte, vielsagend genannt „Teilnehmerbestätigung Voucher” hatte sie schon mit. Mit überdimensionalem WKO – Logo. Zugkosten: Euro 100,-! Und dennoch fand sich Frau K. nicht auf der Passagier – Liste. Frau K. musste bleiben. Und weinte am Bahnhof in Wien.

PflegeHELP war dabei. Um Mitternacht. Zusammen mit einer Anwältin aus Bukarest sprach unser Verein Frau K. Mut zu und half ihr ins naheliegende Hotel Motel One zu kommen. Trotz Pandemie wurde ihr die Übernachtung ermöglicht. Konnte schlafen. PflegeHELP bedankt sich beim Herrn Michael Glück, seitens BTU-Reisebüro Wien, für sein Engagement. Er war dabei und übernahm Frau K. Hotelkosten, samt Lunch-Paket. 

Dr. Alex Todericiu
PflegeHELP


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